In der heutigen globalen Molkereiindustrie bedeutet Effizienz nicht mehr einfach nur, mehr Milch zu produzieren. Es bedeutet, die Kosten zu kontrollieren, die Leistung zu messen und Entscheidungen auf der Grundlage genauer Echtzeitdaten zu treffen. Die Fallstudie des Bauernhofs Barbiselle in Norditalien zeigt, wie ein moderner Molkereibetrieb das Futtermittelmanagement in einen strategischen Treiber für Rentabilität, Nachhaltigkeit und betriebliche Stabilität verwandeln kann.
Der Bauernhof Barbiselle ist ein in fünfter Generation geführter Milchviehbetrieb in der Poebene, einer der produktivsten Milchregionen Europas. Der Betrieb hält etwa 1.200 Tiere, darunter mehr als 600 laktierende Milchkühe, die jährlich etwa 8.000 Tonnen Milch produzieren. Die Milch wird über die Latteria Soresina, eine der wichtigsten Molkereigenossenschaften Europas, an die Lieferkette des Grana Padano g.U. geliefert.
Mit dieser Größenordnung gehört Barbiselle zu den fortschrittlichsten mittleren bis großen Milchviehbetrieben in Italien und Südeuropa, wo Präzisionsfütterung, Futtermitteleffizienz und Kostenkontrolle entscheidend für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit sind.


Barbiselle wird von einem Managementteam geführt, das die Milchviehhaltung als modernes Agribusiness und nicht nur als Produktionseinheit betrachtet. In diesem Modell muss jedes Kilogramm Futter, jede Tonne Silage und jeder investierte Euro messbar und nachvollziehbar sein.
In Milchviehbetrieben machen die Futterkosten in der Regel 50-60% der gesamten Produktionskosten aus. Ohne präzise Kontrolle können sich selbst kleine Ineffizienzen in Hunderttausenden von Euro pro Jahr niederschlagen. Aus diesem Grund beschloss Barbiselle, das Futtermittelmanagement zum Kernstück seiner digitalen Transformationsstrategie zu machen.
Durch die Implementierung von DTM (Daily TMR Manager)hat der Betrieb ein zentrales Futtermittelmanagement- und Entscheidungsunterstützungssystem geschaffen, das eine kontinuierliche Überwachung ermöglicht:
Durch dieses geschlossene Futtermittelmanagement konnte Barbiselle den Anteil der Futtermittelkosten an den Gesamtproduktionskosten von ca. 70 % auf ca. 50 % senken, was zu einer erheblichen Verbesserung der Marge über den Futterkosten (MOFC ) und der Gesamtrentabilität des Betriebs führte.
Eine wesentliche Stärke des Barbiselle-Modells ist die vollständige Integration zwischen dem Stall und dem Büro. Das Verwaltungsteam verwaltet jetzt:
alle innerhalb der gleichen digitalen Futtermittelverwaltungsplattform.
Dies ermöglicht die Kontrolle der Futterkosten in Echtzeit und macht manuelle Tabellen und verzögerte Berichte überflüssig. Das Ergebnis ist:
Für Ernährungswissenschaftler und -berater bedeutet dies, dass sie mit verifizierten, realen Verbrauchsdaten arbeiten müssen, nicht mit Schätzungen.
DTM ist auch direkt mit dem täglichen Betrieb des Stalls verbunden. Das System verfolgt:
Dies schafft ein transparentes und objektives Überwachungssystem, das die Qualität verbessert:
Kleine Ladefehler oder Abweichungen, die zuvor unbemerkt blieben, werden nun sichtbar und korrigierbar. Im Laufe der Zeit führt dies zu weniger Futterverschwendung, einer stabileren Milchproduktion und gesünderen Kühen.


Bei Barbiselle ist das Büro nicht von der Scheune getrennt, es ist das Entscheidungszentrum des Hofes. Hier arbeitet das Team:
Dank dieses datengesteuerten Managementstils kann Barbiselle Probleme vorhersehen, anstatt auf sie zu reagieren, und schafft so ein widerstandsfähigeres und profitableres Molkereigeschäft.
Der Fall Barbiselle beweist, dass es bei der Präzisionsfütterung nicht nur um Technologie geht, sondern auch um die Managementkultur. Durch die Umwandlung der Fütterung in einen gemessenen, kontrollierten und optimierten Prozess hat der Betrieb etwas erreicht:
In der wettbewerbsintensiven Milchwirtschaft von heute sind Daten die wertvollste Futterzutat.
Barbiselle ist ein nachahmenswertes Modell für Milchviehbetriebe in Italien, Frankreich, Deutschland, Spanien, den Vereinigten Staaten und Kanada, die ihre Rentabilität, Nachhaltigkeit und Betriebskontrolle durch digitales Futtermittelmanagement verbessern wollen.
Messen heißt verstehen.
Kontrollieren heißt verbessern.
Optimieren heißt wachsen.
DTM – Wir füttern Ergebnisse.
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