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Ernährungsstrategien zur Verbesserung der Milchproduktion und Fruchtbarkeit

Die Ernährung von Milchkühen ist das Ergebnis eines komplexen Gleichgewichts zwischen Rationszusammensetzung, Pansengesundheit, Milchproduktion und Fruchtbarkeit. Jüngste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, wie selbst kleine Änderungen in der Futterzusammensetzung die Leistung der Tiere und die Reproduktionsleistung erheblich beeinflussen können.

Dieser Artikel, der in Kansas City während einer großen internationalen wissenschaftlichen Tagung vorgestellt wurde, fasst die Ergebnisse mehrerer von Experten begutachteter Studien zusammen, die sich auf Schlüsselthemen wie den Gehalt an Stärke im Futter, DCAD, Wasserqualität und die Zusammensetzung der Ration konzentrieren. Die Daten liefern wertvolle Erkenntnisse zur Verbesserung von Fütterungsstrategien und zur Unterstützung eines effizienteren und nachhaltigeren Managements von Milchviehbetrieben.

Laden Sie den vollständigen Artikel im PDF-Format herunter um die vollständigen Forschungsdaten und wissenschaftlichen Analysen zu lesen.

Im Folgenden finden Sie eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Botschaften, die Sie mit nach Hause nehmen können.

Zusammenfassung

Der Artikel fasst mehrere wissenschaftliche Studien zusammen, die in Kansas City auf einer großen Konferenz zum Thema Milcherzeugung vorgestellt wurden. Sie zeigen, wie stark die Rationsgestaltung die Milchproduktion, die Pansengesundheit und die Fruchtbarkeit beeinflusst.

Stärkehalt der Nahrung

Eine Meta-Analyse von 56 Studien zeigt, dass eine Reduzierung der Stärke in der Ernährung (ersetzt durch nicht-faserhaltige Kohlenhydrate, Grünfutter oder Zucker) zu einer Verbesserung führt:

  • Geringere Trockenmasseaufnahme
  • Geringere Milchleistung
  • Verringertes Milchfett und -protein
  • Geringere Produktion flüchtiger Fettsäuren im Pansen, insbesondere Propionat

Das Wichtigste: Wenn der Stärkegehalt aufgrund hoher Futterkosten reduziert wird, müssen die fermentierbaren Kohlenhydrate sorgfältig ausgeglichen werden. Ein Übermaß an Stärke erhöht jedoch das Risiko einer Pansenazidose.

DCAD und Leistung

Eine Überprüfung von 44 Studien zeigt, dass eine Erhöhung der DCAD:

  • Verbessert die Trockenmasseaufnahme und den Milchertrag
  • Erhöht die Milchfettkonzentration und den Ertrag
  • Verbessert die Verdaulichkeit von Ballaststoffen

Das Wichtigste zum Schluss: DCAD ist ein leistungsfähiges Ernährungsinstrument, insbesondere unter Hitzestressbedingungen.

Rationszusammensetzung und Fruchtbarkeit

Die Daten von 49 freilaufenden Herden zeigen, dass:

  • Die Höhe der Milchproduktion ist nicht direkt mit der Fruchtbarkeit verbunden
  • Eine höhere Trockenmasseaufnahme und eine höhere Energiezufuhr (NFC, Stärke, Nettoenergie) wirken sich negativ auf die Empfängnisrate aus.
  • Höhere NDF-Werte sind positiv mit der Fruchtbarkeit verbunden

Das Wichtigste: Ein Übermaß an Energie in der Nahrung kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen, während ausreichende Ballaststoffe die Fruchtbarkeit unterstützen.

Wasserqualität

Eine In-vitro-Studie zeigt, dass:

  • Wasserqualität beeinflusst Pansenfermentationsrate
  • Die Wasserbehandlung hatte nur minimale Auswirkungen auf die Verdaulichkeit
  • Schlechte Wasserqualität kann die Wasseraufnahme, die Trockenmasseaufnahme und die Milchproduktion verringern

Zusätzliche Erkenntnisse

  • Die Analyse der fäkalen Stärke ist ein nützliches Instrument zur Bewertung der Stärkeverwertung
  • Bestimmte Fettsäuren (z.B. Linolsäure) können die Milchfettsynthese hemmen
  • Weidemaissilage-Hybriden können die Fütterungskosten für Färsen senken, ohne das Wachstum zu beeinträchtigen

Fazit: Die Ernährung von Milchkühen ist sehr komplex und muss sorgfältig ausgewogen sein, um die Produktion, die Pansenfunktion und die Reproduktionsleistung zu optimieren.

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